Spjelkvågen – Stø (via Nyksund)Spjelkvågen – Stø (via Nyksund) 3


unsere Ankerbucht

Heute sind wir um 9 Uhr gut ausgeschlafen aufgewacht. Sonne pur!!! Wir frühstücken draussen und lichten gegen 11:30 den Anker.

Als wir das offene Meer erreichen fängt es ordentlich an zu blasen (9-10m/s) und es hat heftige Wellen, die direkt von vorne kommen. Weil es hier so flacht ist, haben sie eine kurze Wellenlänge, was Inua dauernd mit dem Bug aus dem Wasser hebt und sie dann mit voller Wucht wieder runterplatschen lässt. Leider kommt uns der Wind entgegen, d.h., wenn wir segeln wollten müssten wir kreuzen und das dauert ewig, also Motor. Aufgrund der Wellen kommen wir nur langsam voran, wir machen zwischen 3-4 Knoten mit einer Motorleistung wo wir sonst 7 Knoten schaffen!

Die Aussenseite der Vesterålen sieht auch klasse aus, aber hier kommen die ganzen Touristen nicht her. Aus irgendeinem Grund wollen die nur immer auf die Lofoten. Wenn wir nach Westen schauen sehen wir nur Meer und den Horizont. Grönland liegt irgendwo dort, weit draussen.

Enno hat einen Kurs zwischen Inseln gefunden, wo es weniger Wellen hat. Hier können wir sogar segeln, da wir nun mehr östlichen Kurs haben und der Wind von Nordost kommt. Super!! Leider hält das Vergnügen nicht lange an, denn als wir in den Sund reinkommen geht es wie immer und der Wind weht an der Insel lang, also immer uns entgegen. Wir kreuzen eine Weile, aber irgendwann verlässt uns die Lust und wir starten den Motor wieder. Schliesslich wollen wir heute auch noch wo ankommen. Man muss hier genau auf der Seekarte mitverfolgen wo man ist, es gibt sehr viele Riffe.

Wir hatten geplant in Nyksund anzulegen. Hier gibt es keine flyttebrygge (schwimmender Kai/Brücke) aber im Norske Los steht, dass man an den Holzkaien vertäuen kann. Der Hafen ist winzig klein und wir entwerfen schon einen Schlachtplan, dass wir rückwärts wieder raus müssen, wenn es zu eng zum Wenden ist. Der Ort war lange Zeit unbewohnt, in den siebziger Jahren haben sich ein paar deutsche Studenten dort niedergelassen und seitdem ist er wieder bewohnt. Es sieht so aus, als ob hier sogar einer in einer Tonne wohnt 😉

eine Tonne mit Fenster?!?

Der Hafen war nicht so schmal und klein, wie wir es uns vorgestellt hatten, aber leider waren die ganzen Kai´s so morsch und alt, dass wir uns nicht getraut haben dort irgendwo anzulegen. Also weiter. Es gibt noch einen Hafen etwas weiter nördlich von hier. Unterwegs halten wir schon Ausschau nach einem Ankerplatz, falls auch dieser Hafen ungeeignet sein sollte. Wir finden einen Ankerplatz an einem schönen weissen Strand. Es hat etwas Dühnung hier, so dass wir erst mal schauen, wie der Hafen in Stø aussieht.

Ein sicherer Hafen, in dem es sogar eine flyttebrygge gibt. Die ist allerdings nicht als Gästebrücke ausgezeichnet, aber da es hier noch sehr viele freie Plätze gibt legen wir einfach an. In einem Café fragen wir, ob wir da liegen dürfen, aber die Dame dort kann uns keine Auskunft geben. Wir warten einfach, ob uns einer weg jagt…

Auf dem Weg zum Café kommen wir an einer Kolonie Dreizehenmöwen (krykkje auf norwegisch) vorbei.

 

 

 

 

 

Wir gehen noch eine kleine Tour zu Fuss zu dem schönen Strand, der ja eigentlich gleich um die Ecke liegt. Zurück im Boot gönnen wir uns einen Ankerdram und geniessen windgeschützt die Abendsonne, die ins Cockpit scheint 🙂  Morgen wollen wir weiter nach Andenes und wir hoffe sehr auf dem Weg dorthin unsere eigene kleine Walsafari zu bekommen!!

    

   

   

 

 

 

 

 


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3 comments on “Spjelkvågen – Stø (via Nyksund)Spjelkvågen – Stø (via Nyksund)

  • Udo und Elke

    Das war eine anschauliche Beschreibung, die viele Bilder im Kopf entstehen läßt. So werden die Fotos ersetzt. Wir freuen uns über Euer schönes Wetter. In Grönland sollen es über 20° werden. Da sehen wir heute neidisch in die verregnete Röhre.
    Ganz liebe Bussis, Udo und Elke, Mom und Dad