RødøyRødøy


Herkules - Jakob´s Boot

Heute Nacht hat es weiterhin viel gestürmt und geregnet. Auch als wir aufgewacht sind war es nicht besser. Haben erstmal gemütlich gefrühstückt und noch eine Weile gelesen. Der Wind ist immernoch stark und Enno überlegt, ob wir noch eine Nacht hier bleiben sollen. Warum nicht.

Der Eingang zum eventyrskogIrgendwann hört es endlich auf zu regnen und teilweise kommt sogar die Sonne für Schrecksekunden durch. Wir beschliessen den Skogs-eventur-veien zu gehen (Waldgschichtenweg) und auf dem Rückweg noch einzukaufen. Der Weg ist klasse. Es wird ein Märchen von einem armen Baueren mit 3 faulen Söhnen erzählt, der seine Söhne der Reihe nach in den Wald schickt um Holz zu hacken. Das will er dann verkaufen, um seine Schulden zu bezahlen. Der erste Sohn zieht los, aber als er anfängt einen Baum zu fällen schreit der riesige Troll, der in einer Höhle im Wald wohnt, dass er ihn umbrigt, wenn er weiter Bäume fällt. Der Sohn rennt daraufhin voller Panikk nach Hause und erzählt, was passiert war. Woraufhin der Vater meint, dass er sich früher nie von einem Troll verjagen lassen hat. Am nächsten Tag wird der 2. Sohn geschickt, aber auch ihm ergeht es nicht besser. Der kleinste Sohn (Askeladden) holt sich bei seiner Mutter noch etwas Proviant, bevor er am 3. Tag aufbricht: frischen Käse, den er in Asche wälzt und ausserdem einen kleinen Vogel im Käfig. Also zieht er los. Als er beginnt einen Baum zu fällen schreit der Troll, dass er ihn umbringen wird, wenn er weitermacht. Der kleine Knirps holte den in Asche gewälzten Käse aus seiner Tasche und sagte zum Troll, dass er erst mal beweisen müsste, dass er stärker sei als er, der mit blosen Händen einen Stein zerdrücken kann, wobei er den Käse mit einer Hand zerdrückte. Da war der Troll baff und forderte den Jungen zum Weitwerfen heraus. Der Troll suchte sich einen grossen Stein und warf ihn weit. Aber der Junge holte den kleinen Vogel aus seinem Käfig und warf ihn in die Luft, ohne dass der Troll bemerkte, dass es ein Vogel war. Der fing an zu fliegen und war bald nur noch als keiner Punkt am Horizont zu erkennen. Der Troll war mächtig beeindruckt und meinte, wenn er so stark sei, könnten sie den gefällten Baum zusammen zur Trollhöhle tragen. Der Junge durfte wählen, ob er das vordere, leichtere oder das hintere , schwerere Ende das Baumes wollte. Der Junge sagte, dass er gut den hinteren, schwererenTeil tragen könne, und als der Troll vorne anhob gab der Junge Bescheid, dass er sich zu weit bücken müsse und der Troll solle doch den Baum weiter hinten nehmen. Was dazu führte, dass der Troll letztendlich den Baum alleine trug und der Junge sich auf einen Ast setzte und der Troll noch nicht mal was davon bemerkte. An der Höhle angekommen, war der Troll müde und wunderte sich, dass der Junge nicht müde zu sein schien. Es war spät geworden und der Troll schlug vor, dass der Junge bei ihm übernachten solle. Aber dem Troll war nicht ganz wohl, dass der Junge so stark war und beschloss ihn zu erschlagen, sobald er schlief. Glücklicherweise hörte der Junge, was der Troll vor hatte und schlich sich in die Troll-Speisekammer und suchte sich das größte Butterfass, das er finden konnte und legte es unter seine Decke. Nach einer Weile kam der Troll und schlug auf das Bett ein, so dass es nur so spritzte.  So stolz war der Troll, das er dieses Problem besitigt hatte. Der Junge aber schlich sich zurück in sein Schlafzimmer, entfernte alle Splitter vom Butterfass und putzte alle Butterspritzer von den Wänden. Danach legte er sich ins Bett und schlief. Als er am nächsten Morgen in der Troll-Küche auftauchte war der Troll mächtig überrascht. Er war gerade dabei Brei zu kochen. Der Junge schlug vor, ein Wett-Essen zu machen. Da war der Troll sofort einverstanden, weil er sich sicher war, dass er diesen Kampf gewinnen würde. Der Junge aber hängte sich seinen Beutel um den Hals und ass nur jeden 7. Löffel, alle anderen landeten im Beutel. Nach der 7. Schüssel war der Troll kurz vorm Platzen und fragte den Jungen, wie das den gehe, dass er so viel Essen könne, wo er doch so klein sei. Daraufhin erwiderte der Junge, dass es sich den Bauch aufschneiden würde, wenn er zu voll würde. Er ritzte sich den Beutel auf und der ganze Brei floss heraus. Der Troll fragte, ob das nicht schmerzhaft sei. Da meinte der Junge, nicht im Geringsten und er solle es einfach probieren. Was der Troll dann auch tat und das war dann auch das Ende des Trolls. Der Junge aber sammelte alle Goldschätze, die er in der Trollhöhle fand und zog nach Hause zu seinem Vater. Der Goldschatz war gross genug, dass der Vater damit alle seine Schulden zurückbezahlen konnte.

Auf dem Rückweg haben wir dann sogar den Eingang in die Trollhöhle entdeckt, eine sicher über 10 Meter hohe Holztür:

Die Aussicht vom Boot

Wieder haben wir Adler gesehen, 2 sogar ganz nah über uns. Danach sind wir einkaufen gegangen, aber was von aussen wie ein einigermassen grosser Laden aussah, hat sich als winzig und ziemlich aussortiert entpuppt. Keine Butter zum Beispiel. Wir haben uns ein Eis gekauft und vor dem Laden auf einer Bank gegessen. Auf dem Rückweg zum Klokkergården sind wir noch in einem kleinen Museum vorbei und haben vafler gegessen und Kaffee getrunken. Ausserdem gab es auch noch einen kleinen Flohmarkt und da haben wir 4 Fischer-Glaskugeln im Netz gekauft. Die machen sich sicher gut in unserem Lesezimmer.

Gerade im Boot angekommen hat es fürchterlich angefangen zu regnen, quer. Aber heute haben wir es gut hin bekommen und sich rechtzeitig zurück. Enno hat es sich schon mit seinem Buch gemütlich gemacht, während ich hier sitzte und schreibe. Aber auch ich habe es sehr gemütlich.

Für morgen ist weniger Wind angesagt und eine Frau von einem der Motorboote hat gemeint, dass es morgen ein schöner Tag werden soll. Haben davon noch nichts gelesen im Wetterbericht, aber wir lassen uns gerne (positiv) überraschen…

 

Leave a comment

Your email address will not be published.