Bjørn – Tonnes 2


Das Tau hat natürlich nicht gehalten!!! Ab 23 Uhr hat es angefangen zu blasen und der Wind wurde immer stärker. Gegen 1 Uhr hab ich nochmal aus dem Fenster geschaut und bemerkt, dass die vordere Vertäuung nicht mehr da ist. Das war das Tau, das schon am Steg montiert war… Schnell eine Regenjacke übergezogen und raus. Innerhalb von Sekunden waren wir patschnass, aber wir haben Inua dann mit einem Tau von uns vertäut und dann noch mit einem zusätzlichen Tau. Der Wind wird immer mehr und da er nun aus Süden kommt pfeift er hier total rein. Eigentlich war Südwest gemeldet :-0 Der Windmesser zeigt 16m/s, aber als wir später wieder in der Koje liegen heult es immer mehr. Das sind sicher über 20m/s jetzt, aber keiner von uns hat Lust nochmal aufzustehen und zu schauen. An Schlaf ist nicht zu denken, jedenfalls ich nicht. Enno schläft friedlich 🙂 Es regnet die ganze Nacht in Strömen, das war auch vorhergesagt.

Als wir aufstehen regnet es noch immer, der Wind hat nachgelassen und nach dem Frühstück ziehen wir uns gut an und legen ab. Wieder nur Sekunden bis wir völlig nass sind. Als wir aus dem Hafen rauskommen, empfangen uns kreuz-und-quer Wellen und Inua wird von einer Seite auf die andere geworfen. Hier draussen hat es noch immer viel Wind, der nun wieder auf Südwest gedreht hat, weshalb wir im Hafen das Gefühl hatten, es ist ruhiger geworden. Wir haben Wind von 10-16m/s und setzten wieder nur das Vorsegel, da der Wind von achtern kommt. Wir machen gut Fahrt und wir sehen 10 Knoten auf dem Kartplotter. Das macht den Skipper glücklich 🙂 Es regnet ohne Unterlass und das Dumme ist, das man nirgends in Deckung gehen kann, da der Regen ja mit dem Wind direkt von hinten kommt. Patschnass ist gar kein Ausdruck!! Enno bekommt die erste Aufwärmpause unter Deck, da mir eigentlich nicht kalt ist. Er legt sich mit seinem Buch aufs Sofa und ich pass draussen auf. Nicht so viel los heute, nur 2 Fischerboote, eine Fähre und ein Ambulanzboot. Von der Landschaft sieht man nicht so viel, die Sicht ist superschlecht. Aber ab und zu hebt sich die Wolkenschicht ein wenig und da sieht man dann auch Land. Auf Tomma entdecken wir einen riesigen Wasserfall! Eigentlich sieht man überall kräftige Flüsse an den Hängern, kein Wunder bei so viel Regen. Nachdem Enno wieder aufgewärmt ist, verschwinde ich nach unten. Das tut gut!!

Nach knapp 5 Stunden sind wir in Tonnes. Und hier liegt ein bekanntes Boot: Ami mit Hege und Morten, die wir zuletzt in Sandnessjøen getroffen haben. Es ist kein Platz mehr frei an der Gästebrücke, aber sie rufen uns zu, dass das Segelboot neben ihnen in einer halben Stunde geht. Wir legen uns für die halbe Stunde auf einen Bootsplatz, der sicher jemanden gehört. Da kommt auch schon ein Mann und sagt, dass wir hier nicht bleiben können, aber als wir ihm erklären, dass es nur für eine halbe Stunde ist, ist es OK. Und es passt auch perfekt, als das andere Segelboot ablegt kommt ein anderes Boot rein, und der will auf den Platz an dem wir liegen. Perfektes Timing 🙂 Wir platzieren Inua um und liegen nun neben Ami. Die gehen erstmal einkaufen und wir machen es uns unten im Warmen mit etwas zu Essen und einem Kaffee gemütlich.

Keine Bilder heute, das hätte der Fotoapparat nicht überlebt 😉


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2 comments on “Bjørn – Tonnes

  • Udo und Elke

    Jetzt reicht es wirklich. Ihr seid nun im wahrsten Sinne mir allen Wassern gewaschen. Nun habt Ihr Euch die Sonne hart verdient – hoffentlich sieht Petrus das auch so.
    Dicke Bussis von Udo und Elke, Mom und Dad

  • Mama & Papa

    Wir haben dem, was Elke geschrieben hat, nichts hinzu zu fügen.

    Liebe Grüße vom sonnigen und heißen Süden

    Mama & Papa