Nordfjordvågen – Engen


Heute Nacht ging der Ankeralarm 2x los. Beide Male sind wir mit Inua auf dem Display in rasender Geschwindigkeit durch die Bucht gerast. Als wir rausschauten war das Wasser platt, kein Wind und Inua lag total ruhig – irgendein Messfehler… Nach dem zweiten Alarm haben wir den Alarm ausgestellt. Es regnet mal wieder als wir aufbrechen, aber die tiefen Wolken in den Bergen sehen total mystisch aus. Als Enno den Anker hoch holt sehe ich noch einen Kopf aus dem Wasser schauen, aber der ist so schnell wieder weg, dass ich nicht erkennen kann, ob es ein Seehund oder ein Otter war. Den Nordfjord raus fahren wir mit dem Motor, es weht fast kein Wind und das Wasser ist platt. Als wir rauskommen aus dem Fjord wird der Wind stärker und wir hissen die Segel. Der Regen wird weniger und ab und zu kommt die Sonne durch!! Wir segeln bis kurz nach Halsa in den Holandsfjord, aber dann wird der Wind so wenig und unbeständig, dass wir die Segel runter nehmen und den Rest mit dem Motor fahren. An einer Stelle sehen wir vor uns auf dem Wasser einen Streifen mit Schaumkronen und als wir dahin kommen bläst es wieder mit 11m/s, aber nur für eine kurze Weile, danach ist es wieder windstill. Fallwinde von den Bergen.

Als wir von Weitem mit dem Fernglas nach dem Anleger schauen, sieht alles ganz anders aus, als wir es in Erinnerung haben. Der Steg liegt nun nicht mehr längs vom Land sondern 90 Grad gedreht?!? Als wir näher kommen sehen wir, dass der Steg nun da liegt wo früher das Touristenboot festgemacht hat. Das liegt auch da, außerdem noch 2 Segelboote und 2 Motorboote. Der Käptn vom Touristenboot steht schon auf dem Steg und hilft uns beim Anlegen, es ist noch immer derselbe, der Birgit, Benji, Linda und mich vor 3 (?) Jahren hierher geschippert hat. Wir reden noch eine Weile mit ihm, bevor er seine nächste Tour machen muss. Der alte Anleger ist völlig zusammengebrochen.

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Wir machen uns auf den Weg zum Gletscher, denn es sieht so aus als ob das gute Wetter nicht ewig hält und die Wolken bald wieder weiter runter kommen. Bis zur „Brestua“ ist es nicht weit und wir überlegen, von wo aus wir vor 2 Jahren das letzte Bild gemacht haben. Wäre ja klasse, wenn man die hinterher vergleichen könnte und rausfinden, wie viel weniger der Gletscher geworden ist. Ganz um den See zum Gletscher zu laufen haben wir keine Lust. Wir versuchen es auf der anderen Seite und entdecken bald eine Hängebrücke und einen Pfad danach. Es sieht schön aus hier, neben uns mäandert ein Flüsschen und plötzlich liegt da eine Kuh, lustig. Nach guten 2 Stunden sind wir zurück am Boot und kurz darauf fängt es auch wieder an zu regnen. Das haben wir mal wieder gut abgepasst.

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Im Laufe des Abends verschwinden alle Boote und wir liegen hier ganz allein.

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