Værøy – Lofotodden 1


Gestern Abend haben wir noch den heutigen Tag geplant. Wir wollen nach Buvågen beim Lofotodden. Da müssen wir durch den Moskenesstraumen, der in vielen Geschichten als berüchtigt gilt, da die Strömung nicht gleichförmig ist. Wir lesen im ”Norske Los” wann es in welche Richtung strömt und finden raus, dass wir ca um 14 Uhr dort sein sollten, d.h. um 12 Uhr ablegen.

Für Morgen ist etwas bedeckteres Wetter angesagt, aber es soll nicht regnen. Uns wundert nur, was das war, das da gegen morgen aufs Deck gepladdert ist… Gerda und Bjørn machen sich schon vor halb 9 Uhr auf den Weg um Værøy zu erkunden, wir schlafen noch, bekommen aber mit, wie sie über unser Boot klettern. Gerdas Urgrossmutter soll hier auf Værøy begraben sein, sie suchen also den Friedhof. Der liegt allerdings nicht bei der Kirche sondern am anderen Ende der Insel, so dass sie ein Taxi nehmen um dorthin zu kommen. Als wir uns gerade überlegen, ob wir draussen frühstücken sollen, kommt noch mal ein ordentlicher Regenschauer. Hoffentlich werden die beiden nicht allzu nass. Gegen 10 Uhr sind sie zurück und wir legen um 12 Uhr ab.

Keine weite Strecke heute, nur 13 nm. Leider hat es Null Wind, so dass wir die ganze Strecke mit dem Motor fahren müssen. Als wir noch nicht ganz an Mosken vorbei sind, sehen wir auf dem Wasser schon, dass es unruhiger wird. Es fängt an zu straumen. Die Strömung ist aber nicht stärker als 1-1,5 Knoten, allerdings wird Inua ein paar Mal ganz schön verwirbelt… Lustig!

Gerda und Bjørn bleiben etwas zurück, sie angeln, denn heute Abend soll es Fisch geben.

Wir fahren schon mal in die Bucht rein. Hier brauchen wir keinen Anker, denn es liegen 4 Bojen aus. An einer liegt schon ein Fischerboot und wir sehen Leute an Land, die baden. Hier hat es um die 9 Grad Wassertemperatur und außerdem haben wir beim Anlegen eine riesige Qualle mit ewig langen Tentakeln gesehen. Da glaub ich nicht, dass wir in Versuchung kommen.

Nicht viel später kommen auch Gerda und Bjørn in die Bucht getuckert und legen sich an die Boje neben uns. Sie hatten kein Anglerglück, so dass wir mit beiden Gummibooten und je einer Angel unser Glück in der Bucht versuchen. Wir bekommen einen kleinen Dorsch an den Haken, den wir aber wieder reinwerfen, danach noch 2 grosse Dorsche. Super. Gerda meint die sind genug fürs Abendessen heute, will aber gerne auch noch einen selber fangen. Klappt aber leider nicht… Sie hat einen Eimer an Bord ihrens Gummibootes und rudert an Land, um die Fische zu filetieren.

Die Bucht hier ist sehr schön, alles ist grün, die Landschaft drum herum und das Wasser. Steile Felswände ragen aus dem Wasser und es sind auch noch ein paar Ruinen vom ehemaligen Fischerdorf übrig. Es ist fast windstill und in der Sonne ist es schon fast zu warm.

Zum Abendessen mach Gerda gebratenen Dorsch, der superlecker schmeckt und wir verbringen den Abend im Cockpit von TussiTo. Gegen später sehen wir, dass Nebel aufzieht, wenn wir durch die Öffnung aufs Meer schauen. Dann fängt der Nebel auch an über die Berge zu ziehen und es wird auf einmal kühler.

Nachts fängt es an zu blasen. Unser Ankeralarm geht 2x los, aber es ist alles OK. Die Boje hält. Wir machen auch das B noch mit einer zusätzlichen Leine fest, damit es morgen früh noch da ist. Spektakulär, wie der Nebel über die Berge runterzieht. Eine unruhige Nacht.


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One comment on “Værøy – Lofotodden

  • Udo und Elke

    Lecker, selbst gefangenen Fisch in der Pfanne!
    Leider sah es heute morgen auf der Webcam in Bodo sehr nass aus. Hoffentlich habt Ihr noch Sonne und weiterhin viel Entdeckerfreude.
    Alles Liebe aus HH