Ferienende :-( 1


Sortland – Meløyvær
Um 7 Uhr hat der Wecker geklingelt, um 8 Uhr sind wir los. Obwohl es bewölkt ist, sieht es heute eigentlich nicht nach Regen aus; es ist auch nicht mehr so kalt. Unter der Brücke von Sortland haben wir schon Mitstrom und bis zu 7 Knoten Fahrt im Boot. Das bleibt leider nicht lange so, aber wir haben auf der ganzen Strecke, bis durch die Risøyrenna, die Strömung mit uns. Etwa eine halbe Stunde vor uns ist noch ein Segelboot in derselben Richtung unterwegs. Die südgehende Hurtigrute (Trollfjord) kommt kurz vor dem anderen Segelboot aus der Risøyrenna und legt in Risøyhavn an. Wir treffen sie kurz vor der Brücke, da sie nicht lange in Risøyhavn anlegt. Da wir gut in der Zeit liegen, d.h. fast eine Stunde früher aufgrund des Mitstroms, den wir auf dem Weg hierher hatten, machen wir noch einen kleinen Abstecher in den „småbåthavna“ in Risøy. 200 NOK soll es hier kosten. Wir tuckern wieder raus und gehen durch die „renna“. Die Route ist gut mit grünen und roten Fahrwassermarkierungen gekennzeichnet. Als wir am nächsten Berg vorbei sind, bekommen wir Wind und hissen die Segel. Leider hält der Spass nur knappe 2 Stunden, dann ist der Wind wieder weg und das letzte Stück bis Meløyvær gehen wir wieder mit Motor. Hier war früher ein Militärübungsgebiet und auf einer Schäre sehen wir noch eine alte Kanone. Hier liegen wir an einer relativ langen „flyttebrygge“ (Schwimmsteg) und es ist friedlich mit Vogelgezwitscher. Wir gehen eine kleinere Tour auf der Insel und entdecken viele Austernfischer (ein Junges mit nur einem Bein), Seeschwalben und Möwen. Auch einen storspov hören wir, und als wir laufen umkreist uns bald einer. Wir sind wahrscheinlich zu dicht an seinen Jungen. Auch der erste Regenschauer erwischt uns auf unserem kurzen Spaziergang. Gegen später kommt noch ein Segelboot an und legt sich vor uns. Mana aus Moss; die haben wir in Stokmarknes schon mal getroffen. Der Wind hat inzwischen gedreht und nimmt in der Nacht zu.

Sortland

Meløyvær

Meløyvær – Skrollsvika
Es regnet immer mal wieder in der Nacht, aber ab morgens ist es trocken. Da der Wind gedreht hat, wird Inua nun an den Steg gedrückt, d.h. wir müssen mit einer Spring ausparken (einfach wie mit dem Auto losfahren geht nicht). Nach hinten ist allerdings nicht viel Platz, da es gleich flach wird. Alles klappt gut und als wir rauskommen können wir einen tyvjo in Aktion beobachten. Das sind Räuber und er versucht einer Möwe energisch ihre Beute zu klauen. Leider weht kein Wind, so dass wir die knapp 9nm mit dem Motor zurücklegen. Das Wasser ist total platt, aber leider sind keine Wale zu sehen. Der Hafen in Skrollsvika ist nett und wir parken in einer „bås“ (Box) rückwärts ein. Als wir sehen, dass an der Kaikante ein grosses Festzelt aufgebaut wird, überlegt Enno schon, ob wir woanders hin gehen, da es bestimmt die ganze Nacht laut sein wird. Wir bleiben natürlich 😉 Ausserdem gibt es hier ein goldenes WC! Andersrum wäre die Aussicht allerdings besser 😉

In der „Gammel butikk“ gibt es erstmal ein Eis, bevor wir uns umziehen und uns auf den Weg zur „Sørtuva“ machen. Tausende von Fliegen begleiten uns auf unserer Tour, weshalb wir den Berg schnell rauf und noch schneller wieder runter laufen. Die sind echt nervig!! Auf dem Weg nach oben dachten wir eigentlich, dass die Fliegen verschwinden, wenn wir über die Baumgrenze kommen, aber ab da war es noch viel schlimmer. Die Aussicht auf dem Gipfel ist toll und wir machen ein paar Fotos und hoffen, dass man ausser Fliegen auch was von der Landschaft darauf sehen kann. Als wir zurück zu Inua kommen, ist das Fest in vollem Gang. Ab 22 Uhr gibt es live-Musik, und die ist echt gut!! Es geht bis kurz nach 1 Uhr, aber wir schlafen trotzdem gut.

Skrollsvika fra Sørtuva

Aussicht auf den Fjord (mit Fliegen)

Skrollsvika – Stonglandseidet
In Skrollsvika ist Markt, mit Luftpistole schiessen, Pony reiten und diversen Ständen, an denen man verschiedene, meist handgemachte Sachen kaufen kann (aus Wolle, Stoff oder Holz). Auch Lefse gibt es und wir kaufen welche. Eigentlich wollten wir die ohne Käse, aber die Verkäufer sind wohl etwas verwirrt, jedenfalls bekommen wir Lefse mit Käse für den Preis für ohne. Schmeckt aber auch gut. Zu unserem neuen Ziel müssen wir südlich um die Landzunge bei Skrollsvika herum. Kein Wind, plattes Wasser und wir sehen heute endlich mal ein paar Schweinswale. Auch ein paar Papageientaucher gibt es, aber leider sind es erstaunlich wenige. Früher haben wir immer grössere Schwärme gesehen, nun sind es nur einzelne Exemplare. Die Sonne scheint und es ist angenehm warm. Bis nach Stonglandseidet sind es 18nm und als wir ankommen machen wir an einem selbstgebastelten Schwimmsteg fest. Der Schwimmsteg besteht aus Teilen von einer alten Fischaufzuchtanlage und es gibt nur ein paar kurze Plastikrohre, die senkrecht hoch stehen, um fest zu machen. Unter dem Steg finden wir dann einen Schäkel wo wir unser Tau durchziehen können. Mit Improvisation bekommen wir Inua irgendwie vertäut. Leider ist niemand hier, den wir fragen können, ob wir hier liegen bleiben können. Wir sitzen erstmal im Cockpit und beobachten, wie Leute aus einem Naust ein kleines Motorboot auf Schienen mit einer elektrischen Wunsch zu Wasser lassen. Irgendwann kommt eine Frau mit einem kleinen Jungen und seinem Gummiboot. Als Enno fragt, ob sie weiss, ob wir hier liegen können, ruft sie den Besitzer des Stegs an und gibt ihr Telefon an Enno weiter. Ein netter Mensch am anderen Ende der Leitung, meint, dass wir selbstverständlich hier liegen können. Toll! Der kleine Junge hat sich uns inzwischen als Tormund vorgestellt und uns erzählt, dass sein altes Gummiboot im Naust (Bootshaus) seiner Oma abgebrannt ist und er deshalb ein neues bekommen hat, das er heute zum ersten Mal ausprobieren darf. Die Vorfreude ist ihm ins Gesicht geschrieben. (War nicht schlimm, dass das Bootshaus abgebrannt ist, aber dass sein Gummiboot da drin war und mit verbrannt ist, war schlimm :-0 ). Wir machen einen kleinen Spaziergang. Es hat eine sehr schöne Kirche und noch einige alte gut erhaltene Häuser. Der Lebensmittelladen hat leider schon geschlossen. Auch hier sind die Fliegen total nervig, so dass wir uns lieber ins Cockpit setzten, da hat es weniger. Ein netter Typ in einem Motorboot hält noch einen Schwatz mit uns, ob das der Besitzer des Stegs ist?!?

Stonglandseidet

Stonglandseidet – Finnlandsholman
Eine unruhige Nacht. Ein Boot kam noch nach 1 Uhr mit full speed hier durch. Die sind es nicht gewohnt, dass hier Leute auf dem Boot übernachten, wir werden jedenfalls heftig durchgeschüttelt. Morgens um halb 6 wird ein kleineres Motorboot von einem grösseren auf den Platz vor uns abgeschleppt. Das ganze mit viel Einsatz vom Bugpropeller, der einen Höllenlärm macht (klingt wie ein Rasenmäher unter Wasser). Danach war’s ruhig. Sonne im Cockpit und wir frühstücken zum ersten Mal draussen!! Die See ist mal wieder spiegelblank und wir sind mit dem Motor unterwegs. Echt super Wetter! Wir machen einen kleinen Abstecher in eine Ankerbucht (Revshamna). Dort sind schon einige Bojen ausgelegt, aber es hätte noch immer genug Platz zum ankern. Nach einem weiteren Stück nach Norden schauen wir uns einen kleinen Hafen an (Skattvik), aber hier gibt es keine Anlegemöglichkeit für uns. Nur kleine Boote ohne Tiefgang. Das hatten wir eigentlich schon erwartet und wir legen den Kurs nun direkt nach Osten über den Fjord in Richtung Finnlandsholman. Direkt hinter der Brücke liegt ein kleiner Hafen. Auch hier ist es nicht sehr tief, aber am äussersten Ende des Schwimmstegs ist es tief genug für uns. Wir kommen bei Flut an, aber Enno rechnet aus, dass wir bei Ebbe immer noch 40-60 cm übrig haben. Im Hafen liegen viele kleinere Motorboote und die Leute sind eifrig unterwegs – nur ein- und ausparken können sie irgendwie nicht. Wir überlegen schon, ob die Boote hier ausgeliehen sind?!? Wir laufen einmal um den Holmen, das dauert nicht mal eine halbe Stunde, dann gehen wir noch auf die Brücke, unter der wir hergekommen sind. Eine Ketch dümpelt da rum und angelt (also die Mannschaft!). Als später eine Ketch in den Hafen kommt und neben uns anlegt, denken wir erst es ist dasselbe Boot und fragen, ob sie ein Foto von sich von der Brücke aus haben wollen: keine Reaktion, aber wir sind uns nicht sicher, ob die uns verstanden haben, es sind Dänen. Als wir abends die Bilder runterladen, sehen wir dass es gar nicht dasselbe Boot ist. Wir klären die Sache auf und erfahren, dass die (Hannah) auf dem Weg nach Svalbard sind und auf Wind warten. Wir haben einen supertollen Abend im Cockpit, mit Sonne, ca 20 Grad Lufttemperatur und Rotwein. Das Wasser hat hier im Hafen 14,5 Grad und heute Nachmittag sind 2 Jugendliche hier vom Steg aus ins Wasser gesprungen, brrrr.
Noch 7nm, dann haben wir 20000nm auf unserer Logge 🙂 !!

Finnlandsneset

Finnlandsholman – Engenes (Andørya)
Wir haben in der Sonne (kam allerdings von vorne) im Cockpit gefrühstückt und die kleinen Mädels von der Hanse, die gestern Abend noch ankam beobachtet. Das sind wirklich Boots-gewohnte Kinder. Eine der kleinen (3-4 Jahre alt) ist mit dem Gummiboot im Hafen rumgepaddelt, aber echt perfekt – die hatte die volle Kontrolle und wusste das Boot zu steuern. Wir waren echt beeindruckt! Wir sind auch noch bei Sonnenschein los, aber je näher wir unserem neuen Ziel kamen, je mehr Wolken kamen und in der Ferne konnten wir schon dicke Regenschauer sehen. Aber wir haben es geschafft, trocken anzukommen und sogar noch einen Spaziergang auf den nächsten Hügel. Hier hat es noch viele Bunker-Ruinen vom 2. Weltkrieg und einige tolle Häuser. Es hat inzwischen ordentlich angefangen zu blasen, auf dem Fjord hat es Schaumkronen. So viel Wind war eigentlich gar nicht angesagt, wahrscheinlich kommt der einfach mit dem Regen. Als wir zu Inua zurückkommen, schaukelt sie heftig, denn in den Hafen kommt ganz schön Dünung rein. Wir ändern die Vertäuung etwas, damit es nicht so ruckelt und die Fender nicht dauernd knirschen. Hier kostet es nur 60 Kronen pro Nacht und Strom haben wir auf einem losen Kabel auf dem Steg eingesteckt. Abends fängt es dann wirklich an heftig zu regnen, aber Wind und Dünung werden weniger und wir haben eine ruhige Nacht.

Engenes

Engenes – Sandsøy
Total plattes Wasser und Windstille heute. Das war schon ein komisches Wetter gestern, als es plötzlich so geblasen hat. Wir haben im Cockpit gefrühstückt, denn das Wetter sieht wider Erwarten gut aus: ein paar Wolken, aber viel blauer Himmel. Wasser auffüllen ist nicht, da kein Wasser aus dem Schlauch kommt. In Finnholman war der Schlauch am Steg nur 1 Meter lang, da ging es auch nicht. Wasser wird langsam knapp, wenn wir heute duschen wollen… Auf der Steuerbordseite ist der Rumpf von Inua ziemlich dreckig von irgendwelchem klebrigen Zeug, das an den Fendern hängt. Zum Glück geht das mit Spiritus weg. Wo wir schon dabei sind, putzen wir auch noch die Fender, sonst wird Inua ja gleich wieder schmutzig. Das geht auch mit Salzwasser 😉 Gegen 12 Uhr machen wir los. Kein Wind. Wir wollen nach Harstad, machen aber auf dem Weg dahin noch etwas „sight-seeing“. Enno hat einen Ankerplatz auf der Seekarte bei Sandsøy entdeckt, der nett aussieht. Unterwegs sehen wir ein paar Schweinswale und natürlich viele Möwen. Als wir auf die Innenseite (Ost) von Sandsøy kommen, sehen wir, dass hier heftig gebaut wird: eine Brücke/Strasse zur Insel. Der Ankerplatz direkt vor dem Hafen ist superschön und wir beschliessen, dass wir eine Weile ankern und noch die letzte Sonne geniessen. Richtung Harstad ist es schon total bewölkt. Wir lassen die Drone fliegen, müssen sie aber gleich wieder runter holen, da nach 2 Bildern die Sim-Karte voll ist. Die Drone vom ankernden Boot aus starten und landen zu lassen ist nicht ganz ohne, da Inua ja am Anker hin und herschwingt… Bevor wir weiter nach Harstad gehen, schippern wir noch kurz in den Hafen, um zu schauen, wie es dort aussieht. Es liegt ein Segelboot weiter innen im Hafen und an der Gästebrücke ist der Platz frei. Kurz entschlossen legen wir an. Es ist nett hier. Auf dem Weg an Land sehen wir, dass das Segelboot die Lady Saloppe ist, die in Bodø unser Nachbarboot war, bevor sie verkauft wurde. Es ist aber niemand zu sehen. Wir machen einen Spaziergang an Land: die haben hier Ziegen, die gerne Trampolin hüpfen… Die Kirche (mit Friedhof) ist sehr schön und sogar offen. Wir gehen ein Stück auf der Nordseite der Insel entlang, es hat viele Schafe und einen Strand, der aus lauter runden Steinen („rullestein“) besteht. Auf der anderen Seite ist ein dichter Wald aus Birken und Tannen. Es ist superschön hier, gut dass wir hier geblieben sind. Es gibt zwar keinen Laden und uns gehen ein paar Dinge aus, aber wir haben trotzdem noch genug zu essen. Wasser haben wir endlich aufgefüllt und Strom hat es auch. Als wir zurückkommen und noch im Cockpit sitzen, fängt es an zu regnen. Perfektes Timing 🙂

Sandsøy

 

Sandsøy – Harstad
Heute Nacht hat es ab und zu geregnet, aber den ersten Kaffee haben wir im Cockpit getrunken. Es ist noch immer bewölkt, aber es tröpfelt nur selten. Die Berggipfel um uns herum sind in den Wolken versteckt. Da es etwas Wind hat, können wir mit dem Vorsegel motorsegeln. Nach 2 Stunden sind wir in Harstad. Schon von Weitem sehen wir eine Wasserfontäne und überlegen was das wohl ist. Als wir näher kommen, sehen wir, dass das einfach eine Pumpe im Wasser ausserhalb der Mole ist. Wir fahren zuerst in den südlichen Hafen, da kann man an einem Schwimmsteg vor einem der Bootsläden liegen. Ausserdem gibt es hier drin Diesel. Wir legen am Bunkringskai an, aber es erweist sich als der Falsche, denn hier braucht man eine bestimmte Karte (Minol), um zu bezahlen. Enno läuft in den Bootsladen, um zu fragen, ich passe auf Inua auf. Der Holzkai hier ist so konstruiert, dass die Fender genau zwischen den Balken durch passen. Zum Glück ist ablandiger Wind und es bläst uns vom Kai weg. Enno kommt zurück und hat erfahren, dass die richtige Tankstelle ein Stück weiter vorne ist. Hier hat es auch einen Schwimmsteg. Während Enno tankt, laufe ich zum nächsten Bootsladen, um nach „Boracol“ (zur Teak-Reinigung und Pflege) zu fragen, aber auch hier gibt es das nicht. Nachdem wir nun alles erledigt haben was wir wollten, machen wir uns auf den Weg in den Stadthafen. Hier lagen wir noch nie. Seit wir das letzte Mal hier waren, wurde ein langer Wellenbrecher vor dem Hafen ausgelegt, dieselbe Sorte, die wir in Bodø in der Rønvikmarina haben. Gästeplätze gibt es hier an einem Schwimmsteg zum längs vertäuen, aber auch Fingerstege. Wir legen uns in eine „Box“. Es ist mit 250 NOK teuer hier! Aber das ist halt Stadt. Harstad ist ein nettes Städtchen mit einer hübschen FuZo und auch etwas spezielleren Läden. Wir kaufen frisches Brot und Apfel-Honig – ist mal was Neues 😉 Nachdem wir uns mit den fehlenden Lebensmitteln eingedeckt haben, gehen wir noch Essen. Danach noch einen Spaziergang über den „bølgedemper“ und ein Stück weiter – es sieht nach Regen aus!

 

Harstad – Nordskot
Eine sehr unruhige Nacht, kein guter Hafen hier, denn die Dünung kommt trotz des Wellenbrechers noch rein. Viel geschlafen haben wir beide nicht. Wir kommen trotzdem wie geplant um 8 Uhr los. Als wir um den „bølgedemper“ herumkommen überraschen uns Wellen – das ist dann auch der Grund, warum es so unruhig im Hafen war. Bis nach Senja haben die Wellen ein langes Stück, um sich aufzubauen, vom Wind haben wir im Hafen nichts mitbekommen. Obwohl wir innerhalb der Schären unterwegs sind, hat es heftige Wellen, allerdings nicht aus der aktuellen Windrichtung, sondern direkt von der Seite. Das macht, dass Inua fröhlich hin und her schaukelt. Unangenehm. Kurz bevor wir in den Tjeldsund kommen hat es bis 26kn Wind, der gar nicht angesagt war. Im Tjeldsund hat es so um die 5-12kn. und mit Vorsegel, Motor und bis zu 4kn Mitstrom kommen wir gut voran. Als Enno unterwegs nochmal den neuesten Wetterbericht per Handy holt (VHF tut hier im Sund überhaupt nicht), ändern wir spontan unsere Pläne. Eigentlich wollten wir heute nach Tranøy, aber da nun für Samstag Starkwind aus SW angesagt ist, wollen wir heute weiter kommen und morgen dann nach Bodø. Regen ist für alle Tage angesagt, aber wenn wir heute und morgen unterwegs sind, haben wir wenigstens den Wind nicht entgegen. Nach Lødingen (=Ende vom Tjeldsund) wechseln wir uns ab, so dass sich immer einer unten aufwärmen kann. Ab Lødingen fängt es auch an zu regnen, aber wir kommen mit Motor und Vorsegel gut voran. Zum Teil bekommen wir wieder Wellen von der Seite. Nach 13 1/2 Stunden sind wir in Nordskot. Wir legen zuerst am Schwimmsteg an, da wir (ich) gerne Strom für den Luftentfeuchter hätte, aber alle Steckdosen sind belegt. Ausserdem werden wir total an den Steg gedrückt, die Fender platt wie Pfannkuchen. Wir legen wieder ab und gehen an eine Boje. Hier ist es ruhiger 🙂

Regenwetter

 

Nordskot – Bodø
Gut, dass wir uns an die Boje gelegt haben, denn der Wind und die Wellen wurden im Laufe der Nacht mehr. Es regnet eigentlich ohne Unterlass und es nützt nichts zu warten, bis es weniger wird, um aufzubrechen. Wir sehen einige Segelboote aus der Grøtøyleia herauskommen und auch darin verschwinden. Eigentlich sollte die gesperrt sein, da sie ausgebaggert wird. Als wir aus der Grøtøyleia herauskommen machen wir trotz Regen noch einen Abstecher zu einem auf der Seekarte vielversprechenden Ankerplatz, der zwischen der „Store Steinkjerringa“ und der „Geitøya“ liegt. Netter Platz und genug Raum zum Schwingen, um die 6m tief bei Ebbe. Heute sind einige Segelboote unterwegs, in beiden Richtungen. Der Trimaran Northern Passage von Børge Ousland kommt uns entgegen. Enno weiss so was natürlich 😉 Der Wetterbericht sagt, dass der Wind schon nachmittags mehr südlich drehen soll, und das macht er dann auch, als wir in den Landegodefjord kommen. Nach guten 7 Stunden sind wir in Bodø. Wir machen uns noch ein lecker Abendessen mit einem Glas Wein und übernachten nochmal an Bord.


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One comment on “Ferienende :-(

  • Elke Rodegerdts

    Das war – trotz des nicht immer freundlichen Wetters – ein rundum entspannter und erlebnisreicher Urlaub. So könnt Ihr erholt in die neue Arbeitswoche starten und Euer Haus für Euren Besuch aus der Heimat vorbereiten. Viel Spaß zu viert von Ilka und Elke-Mami