Sommersegeln, Teil 3


 Skutvik-Skipøyosen (nördlich vom Raftsund)

Gestern Abend hat es noch ordentlich geregnet, aber nicht mehr in der Nacht. Als wir morgens aufgewacht sind, war blauer Himmel. Frühstücken draussen. Es ist etwas kühler, aber immernoch angenehm. Als wir zum Bunkringskai wollen liegt gerade die Fähre (Hamarøy) am Kai. Wir fragen über Funk, wann die ablegen, da wir dicht an deren Heck vorbei müssen um zur Tanke zu kommen. Wir bekommen Bescheid, dass sie in 3 Minten ablegen und den ganzen Hafen brauchen – kein sehr netter Kapitän, statt dass er froh ist dass wir fragen und nicht einfach hinter ihm rummanövrieren… Wir warten bis die Fähre weg ist und tanken. Es ist teuer hier, über 12 Kronen der Liter. Im Fjord aus Skutvik raus kommt uns der Wind genau entgegen, aber als wir auf den Vestfjord rauskommen passt der Windwinkel besser und wir setzten Segel. Leider ist nicht so viel Wind, als dass wir damit schnell genug voran kommen würden. Wir wollen im Raftsund nicht gegen den Strom ankämpgfen müssen und deshalb brauchen wir den Motor zusätzlich, damit wir mit ca 5 Knoten voran kommen. Es hat weniger Papageientaucher heute, vielleicht ziehen die schon weiter, oder es liegt daran, dass heute das Wasser nicht völlig platt ist und wir die einfach übersehen. Wir sehen auch ein paar Schweinswale.

Im Raftsund überholen wir ein kleines deutsches Segelboot mit Dschunken-Rigg, das sich langsam den Sund hochkreuzt. Die Hurtigrute kommt uns auch entgegen. Wir ankern auf einem Ankerplatz direkt nördlich vom Raftsund. Nach einiger Zeit kommt auch das kleine deutsche Segelboot rein und ankert. Nachdem Enno nochmal den Wetterbericht angeschaut hat, meint er, dass wir nochmal umankern sollten, da wir sonst zu nah ans Land kommen, wenn der Wind heute Nacht drehen soll. Wir rufen zum deutschen Boot, ob er Lust hat auf ein Bier vorbeizukommen, will er. Thomas heisst er, etwas älter als wir, netter Kerl. Sein Boot ist 20 Fuss und hat einen kleinen Motor. Sein Beiboot ist auch winzig und ziemlich instabil. Sitzen draussen und reden, aber inzwischen ist es deutlich kühler. Morgen geht es nur ein kurzes Stück nach Stokmarknes. Soll regnen.

Skipøyosen-Stokmarknes

Wir haben eine friedliche und windstille Nacht am Anker verbracht. Weiter geht es nach Stokmarknes. Der Deutsche lichtet seinen Anker kurz vor uns und wir sehen ihn wenig später in Richtung Sortland segeln. Wir haben sogar Wind und können mehr als die Hälfte der Strecke segeln. In Stokmarknes liegen schon 3 Segelboote (2 aneinander) und ein Motorboot. Eine kleine Lücke ist noch übrig und Enno parkt perfekt ein. Später kommt noch ein Segelboot, das sich als drittes aussen an die französischen Schweizer dran legt. Und auch noch ein Motorboot, das sich an das Segelboot vor uns legt. Die sind alle viel zu gross um sich an uns zu legen. Wäre Inua nicht so klein hätten wir hier keinen so perfekten Platz bekommen. Wir laufen zum Krankenhaus und machen einen Besuch in der Röntgenabteilung. Das wird irgendwie zur Tradition. Letztes Jahr waren wir auch da. Auf dem Rückweg gehen wir im Vinmonopol vorbei, da uns der Amarula ausgegangen ist. Nachdem wir uns auch noch mit frischen Lebensmitteln eingedeckt haben machen wir uns auf den Weg zur Rødbrygga zum Essen. Letztes Jahr haben wir uns geärgert, dass wir an Bord gegessen hatten, bevor wir entdeckt haben wie gemütlich es hier drinnen ist. Das Essen ist lecker und es ist überraschend günstig.

Heute gab es ab und zu ein paar Regenschauer, aber meist war es OK. Es ist aber deutlich kühler geworden.

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